PLA (Polymilchsäure) ist das am weitesten verbreitete Filament in der 3D-Druckwelt, und das aus gutem Grund. Gewonnen aus erneuerbaren Ressourcen wie Maisstärke oder Zuckerrohr, ist es unter bestimmten industriellen Bedingungen biologisch abbaubar und verströmt beim Drucken einen süßen, ungiftigen Duft.
Warum PLA wählen?
- Anfängerfreundlich: Es hat einen niedrigen Schmelzpunkt und minimale Schrumpfung, was das Drucken unglaublich einfach macht, ohne Verziehen oder Ablösen – selbst auf Druckern ohne Gehäuse.
- Detail & Präzision: Hervorragend geeignet für Modelle, die feine Details und scharfe Kanten erfordern, was es zum Standard für dekorative Gegenstände und Prototypen macht.
- Hohe Kompatibilität: Fast jeder FDM-Drucker auf dem Markt unterstützt PLA perfekt.
Wann PLA NICHT verwenden?
- Umgebungen mit hohen Temperaturen: PLA hat eine niedrige Glasübergangstemperatur (ca. 50 °C – 60 °C). Es wird weich und verformt sich, wenn es in einem heißen Auto liegen gelassen oder direktem Sommersonnenlicht ausgesetzt wird.
- Mechanische Beanspruchung: Obwohl starr, ist Standard-PLA relativ spröde. Es ist nicht geeignet für funktionale Teile, die eine hohe Schlagfestigkeit oder ständige mechanische Ermüdung erfordern.
- Dauerhaft im Freien: Längere Einwirkung von UV-Licht und Feuchtigkeit kann dazu führen, dass PLA mit der Zeit abgebaut wird, was es im Vergleich zu ASA oder PETG weniger ideal für dauerhafte Installationen im Freien macht.
Best Practices
- Drucktemperatur: 190 °C – 220 °C
- Betttemperatur: 45 °C – 60 °C (PEI- oder Glasoberflächen funktionieren am besten)
- Kühlung: 100 % Bauteillüfter (Entscheidend für Brücken und Überhänge)
- Lagerung: Trocken in einem Vakuumbeutel mit Trockenmittel aufbewahren, um Sprödigkeit zu vermeiden.